Das VWTproThera-Konzept (Visuelle Wahrnehmungstherapie professionell und therapeutisch orientiert) ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Förderung und Rehabilitation der visuellen Wahrnehmung. Es wird häufig in der Ergotherapie, Neuropsychologie oder Lerntherapie eingesetzt und richtet sich an Menschen mit visuellen Verarbeitungsstörungen – zum Beispiel nach neurologischen Ereignissen (Hemianopsie, Neglect), bei Entwicklungsstörungen oder bei Lernschwierigkeiten.
VWTproThera-Konzept
Im Zentrum steht die Annahme, dass Sehen nicht nur ein passiver Prozess der Augen ist, sondern eine komplexe Leistung des Gehirns. Das Konzept trainiert daher gezielt die Verarbeitung visueller Reize im Gehirn.
Wichtige Bestandteile sind:
Ziel ist es, die Fähigkeit zu verbessern, visuelle Informationen korrekt aufzunehmen, zu verarbeiten und darauf zu reagieren.
Adaptives Gesichtsfeldtraining (AGT)
Das Adaptive Gesichtsfeldtraining (AGT) dient der Überprüfung des Gesichtsfeldes und ist eine spezielle Trainingsmethode innerhalb solcher therapeutischen Ansätze. Es konzentriert sich auf das visuelle Gesichtsfeld, also den Bereich, den eine Person sehen kann, ohne die Augen oder den Kopf zu bewegen.
Was bedeutet „adaptiv“?
„Adaptiv“ heißt, dass sich das Training automatisch an das Leistungsniveau der Person anpasst:
So bleibt das Training stets im optimalen Lernbereich.
Ziele des AGT
Das Training fordert gleichzeitig:
Zusammenspiel von
VWTproThera und AGT
Während das VWTproThera-Konzept einen breiten Rahmen für die visuelle Wahrnehmungstherapie bietet, ist AGT ein spezifisches Werkzeug innerhalb dieses Rahmens, das gezielt das Gesichtsfeld und die visuelle Aufmerksamkeit trainiert.
Vorteile der Kombination:
Homonyme Hemianopsie nach rechts:
Patient kann die gesamte rechte
Gesichtsfeldhälfte nicht wahrnehmen
Quadrantenanopsie:
Patient sieht Reize im linken oberen Gesichtsfeldbereich nicht
