Logopädie in Dorsten

Sprachentwicklungsstörungen:

Sprachentwicklungsstörungen (SES) sind Störungen der Sprache, die während der Entwicklung des Kindes auftreten und bis ins Jugend- und Erwachsenenalter bestehen können. Sie betreffen das Sprachverständnis, den Lauterwerb, den Wortschatz, die Grammatik, das Textverständnis, die Textproduktion und die Kommunikation (Pragmatik). Eltern fällt häufig auf, dass ihre Kinder undeutlich, unverständlich oder wenig sprechen.

 

Beispiele:

 

Störungen des Lauterwerbs

  • Lautersetzungen (z.B. Gose statt Dose)
  • Lautauslassungen (z.B. Metterling statt Schmetterling)
  • Auslassung unbetonter Silben (z.B. Nane statt Banane)

 

Störungen des Wortschatzes

  • Geringer Wortschatz (Verwendung weniger Wörter)
  • Einsatz von Vielzweckwörtern (z.B. Dings) oder einfachen Verben (z.B. machen)
  • Suchverhalten und Wortfindungsprobleme

 

Störungen der Grammatik

  • Auslassung von Wörtern (z.B. „___Junge kauft Äpfel“
  • Ungewöhnliche Verbstellung im Hauptsatz (z.B. „Die Oma Kuchen backt“)
  • Keine oder falsche Pluralmarkierungen (z.B. Hause statt Häuser)

 

Artikulation

Artikulation bezeichnet in der Logopädie die korrekte Bildung und Aussprache von Lauten, wobei bei Störungen (z. B. Sigmatismus, also "Lispeln") einzelne Laute fehlerhaft gebildet oder ersetzt werden.

 

Beispiel:

Max ist im letzten Kindergartenjahr und vertauscht häufig Buchstaben während des Sprechens: „Is tomme bald in die Sule!“

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Late Talker

Late Talker bezeichnet in der Logopädie Kleinkinder mit verzögerter Sprachentwicklung, die trotz sonst unauffälliger Entwicklung deutlich weniger oder später Wörter sprechen als Gleichaltrige.

 

Beispiel:

Franziska ist drei Jahre alt, und ist sowohl im Kindergarten als auch Zuhause sehr zurückhaltend, spricht nur einzelne Worte und Zwei-Wort-Sätze. Oft versteht Sie nicht was ihre Mutter oder die Erzieherinnen von ihr möchten.

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Myofunktionelle Störungen (MFS)

Eine myofunktionelle Störung (MFS) ist ein Ungleichgewicht der Muskelspannung (Dysbalance) im Mund- und Gesichtsbereich, das zu Fehlfunktionen führt . Typische Beispiele sind habituelle Mundatmung, eine falsche Zungenruhelage, ein fehlerhaftes Schluckmuster (Zungenpressen gegen die Zähne), ein "lispelnder" Lautbildung (Sigmatismus) sowie eine ständig offene Mundhaltung, oft begleitet von einer schlaffen Lippen- und Zungenmuskulatur. Diese Störungen können Auswirkungen auf die Zahn- und Kieferentwicklung sowie auf die Aussprache haben.

In der logopädischen Therapie wird gezielt an der Muskelspannung und -koordination gearbeitet. Ziel ist es, die natürlichen Bewegungsabläufe wiederherzustellen – für eine gesunde Entwicklung und ein besseres Sprechvermögen.

 

Beispiele und Symptome einer myofunktionellen Störung:
  • Fehlendes Muskelgleichgewicht: Schlaffe Mund- und Gesichtsmuskulatur, oft verbunden mit einer insgesamt geringen Körperspannung.
  • Auffälliges Schluckmuster: Die Zunge drückt beim Schlucken nach vorne gegen oder zwischen die Zähne (Zungenpressen), anstatt gegen den harten Gaumen.
  • Keine physiologische Zungenruhelage: Die Zunge liegt zum Beispiel im Mundboden, anstatt am harten Gaumen.
  • Mundatmung: Gewohnheitsmäßige Atmung durch den offenen Mund, häufig mit offenem Mundruhezustand.
  • Artikulationsstörungen: Lispeln (Sigmatismus), verursacht durch eine falsche Zungenposition.
  • Funktionsstörungen im Kiefer: Probleme beim Kauen (einseitiges Kauen, Kauen mit offenem Mund), vermehrter Speichelfluss.
  • Folgeerscheinungen: Häufig entstehen daraus Zahn- und Kieferfehlstellungen (z.B. offener Biss)

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Redeflussstörungen:

Redeflussstörungen sind Sprechstörungen, die den zeitlichen Ablauf und die Flüssigkeit des Sprechens beeinträchtigen . Sie äußern sich durch Wiederholungen von Lauten/Silben, Dehnungen, Blockaden (Stottern) oder ein zu schnelles, unrythmisches Sprechtempo (Poltern) . Die Artikulation und das Sprachverständnis sind meist intakt, aber der Redefluss ist unterbrochen

 

Stottern

Stottern ist in der Logopädie eine Redeflussstörung, bei der es durch Wiederholungen, Dehnungen oder Blockaden von Lauten und Silben zu Unterbrechungen im Sprechablauf kommt.

 

Beispiele:

"Immer wenn Ole etwas Schwieriges machen soll oder er in der Schule aufgerufen wird fängt er an zu stottern."

  • Wiederholungen (z.B. „K-K-Kanne“)
  • Dehnungen (z.B. „Sssssonne“)
  • Blockaden, bei denen der Ton stecken bleibt. Dies kann mit körperlichen Begleitsymptomen wie Augenzwinkern oder Atempressen einhergehen

 

Poltern

Poltern kennzeichnet sich durch ein überhastetes, unrhythmisches Sprechtempo und eine undeutliche Artikulation. Betroffene verschlucken Laute oder Silben, verschmelzen Wörter und wiederholen Satzteile. Es wird oft als zu schnelles, überschlagenes Sprechen oder „Nuscheln“ wahrgenommen und kann mit aufmerksamkeitsbedingten Schwächen einhergehen.

 

Beispiele:

  • Verschmelzungen: „Ich habe mir meine Hand gebrochen“ wird zu „Ich hab mirmeine H-broche“ 
  • Auslassungen: „Zum Beispiel“ wird zu „Zeispiel“
  • Lautersetzungen: Aus „zwitschern“ wird „schwitzern“ 
  • Wortverschleifungen: „Mikrophon“ wird zu „Miron“
  • Hohes Tempo: Ein Satz wird atemlos und zu schnell gesprochen, ohne Pausen, wodurch Inhalte unverständlich werden.
  • Satzabbrüche: Häufige unfertige Sätze, da der Sprecher schneller denkt als spricht.

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Hörstörungen:

Eine Hörstörung in der Logopädie bezeichnet die Beeinträchtigung der Hörfähigkeit (Schwerhörigkeit bis Gehörlosigkeit), die zu Störungen des Spracherwerbs, der Sprachentwicklung und des Sprechens führt. Sie umfasst Schallleitungs- sowie Schallempfindungsstörungen, die oft undeutliches Sprechen, Dysgrammatismus und Wortschatzdefizite verursachen.

 

Auswirkungen: Betroffen sind oft die Aussprache (undeutlich, verwaschen), die Sprechmelodie (monoton) und die Lautstärke.

 

Hörschädigung vs. AVWS: Neben der klassischen Schwerhörigkeit behandelt die Logopädie auch auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS), bei denen das Ohr hört, aber das Gehirn die Reize nicht korrekt verarbeitet.

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Autismus - kurz erklärt

Autismus ist eine neurologische Entwicklungsbesonderheit, bei der Menschen die Welt anders wahrnehmen und oft Unterschiede in Kommunikation, sozialen Interaktionen und Verhalten zeigen.

 

Typische Anzeichen bei autistischen Kindern können zum Beispiel sein:

  • Wenig oder kein Blickkontakt
  • Schwierigkeiten, mit anderen zu spielen oder Freundschaften zu knüpfen
  • Wiederholende Verhaltensweisen (z. B. immer die gleichen Bewegungen oder Rituale)
  • Starkes Festhalten an Routinen und Probleme mit Veränderungen
  • Auffällige Reaktionen auf Geräusche, Licht oder Berührungen (sehr empfindlich oder kaum reagierend)
  • Verzögerte oder eingeschränkte Sprachentwicklung (späteres Sprechen oder wenige Wörter)
  • Wörtliches Verstehen von Sprache
  • Wiederholtes Sprechen über die gleichen Themen oder Interessen (monologisches Reden)

Diese Anzeichen können sich teilweise mit denen von ADHS überschneiden, zum Beispiel bei Konzentrationsproblemen oder ungewöhnlichem Verhalten.

 

Wichtig: Nicht jedes Kind zeigt alle Anzeichen, und sie können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

 

Beispiel Autismus:

Der 6-jährige Leon geht in die Grundschule. Im Unterricht fällt auf, dass er kaum Blickkontakt hält und selten mit anderen Kindern spricht. In den Pausen spielt er meist allein und beschäftigt sich lange mit dem gleichen Thema, zum Beispiel Zügen, über die er sehr viel weiß. 

Leon reagiert empfindlich auf laute Geräusche – wenn es in der Klasse zu laut wird, hält er sich die Ohren zu oder zieht sich zurück. Änderungen im Tagesablauf, wie eine Vertretungsstunde, verunsichern ihn stark und können dazu führen, dass er unruhig oder überfordert wirkt.

Obwohl Leon Schwierigkeiten im sozialen Umgang hat, ist er in bestimmten Bereichen sehr interessiert und kann sich dort lange konzentrieren – ein typisches Beispiel für kindlichen Autismus im Spektrum.

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Mutismus

Mutismus ist eine Kommunikationsstörung, bei der betroffene Menschen in bestimmten Situationen oder gegenüber bestimmten Personen nicht sprechen, obwohl sie die Fähigkeit dazu haben. Häufig tritt dies zum Beispiel in der Schule, im Kindergarten oder bei fremden Personen auf, während sie in vertrauten Umgebungen (z. B. zu Hause) normal sprechen können.

 

Die Ursache liegt meist nicht an fehlenden Sprachkenntnissen, sondern an starker Angst, Unsicherheit oder innerer Blockade. Mutismus gehört deshalb zu den Angststörungen.

 

Man unterscheidet oft zwischen selektivem Mutismus (nur in bestimmten Situationen) und totalem Mutismus (in allen Situationen, sehr selten).

 

Wichtig ist: Betroffene sprechen nicht absichtlich nicht, sondern können es in dem Moment wirklich nicht.

 

Beispiel Mutismus:

Die 7-jährige Mia spricht zu Hause mit ihrer Familie ganz normal, lacht viel und erzählt von ihrem Tag. In der Schule hingegen sagt sie kein einziges Wort – weder zur Lehrerin noch zu ihren Mitschülern. Wenn sie etwas sagen soll, wird sie sehr angespannt, schaut weg und wirkt wie „eingefroren“. Statt zu sprechen, nickt oder schüttelt sie den Kopf.

Die Lehrerin merkt, dass Mia die Aufgaben versteht und gut mitarbeitet, aber ihre Antworten nie laut ausspricht. Bei Gruppenarbeiten beteiligt sie sich kaum, obwohl sie eigentlich Kontakt zu anderen Kindern möchte.

Dieses Verhalten zeigt sich über mehrere Monate hinweg und tritt vor allem in ungewohnten oder sozialen Situationen auf – ein typisches Beispiel für selektiven Mutismus.

 

Typische Anzeichen von Mutismus sind:

  • Spricht in bestimmten Situationen (z. B. Schule, Kindergarten) gar nicht, zu Hause aber normal
  • Wirkt in Sprechsituationen angespannt, ängstlich oder „wie blockiert“
  • Vermeidet Blickkontakt oder wirkt sehr schüchtern
  • Kommuniziert stattdessen nonverbal (z. B. nicken, zeigen, flüstern)
  • Hat Schwierigkeiten, aktiv auf andere zuzugehen oder Gespräche zu beginnen
  • Körperliche Anzeichen von Angst (z. B. Erstarren, Zittern, leise Stimme)
  • Möchte oft sprechen, kann es aber in dem Moment nicht

Wichtig: Die Kinder sind nicht „stur“ oder absichtlich still – sie erleben eine echte innere Hemmung.

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Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) 

LRS steht für Lese-Rechtschreib-Schwäche (oder -Störung) und bezeichnet erhebliche Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens, ohne dass eine verminderte Intelligenz vorliegt. Betroffene zeigen Defizite im Leseverständnis, stockendes Lesen und eine hohe Fehlerzahl beim Schreiben. LRS ist oft mit einer Legasthenie gleichzusetzen oder eine vorübergehende Schwäche.

 

Symptome: Buchstaben werden ausgelassen, vertauscht oder hinzugefügt, sehr langsames Lesen, Probleme beim Silbentrennen.

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Aphasie

Eine Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, verursacht durch Schädigungen des Zentralnervensystems (ZNS), typischerweise im Sprachzentrum der dominanten Hirnhälfte. Sie beeinträchtigt Sprachproduktion, Sprachverständnis, Wortschatz, Grammatik und Satzbildung in unterschiedlichen Schweregraden. Häufigste Ursache ist ein Schlaganfall.

 

Ursachen: Häufig Schlaganfälle, aber auch Tumore, Hirnblutungen oder Entzündungen.

 

Beispiele für die verschiedenen Aphasieformen:

 

1. Broca-Aphasie (Motorische Aphasie)

  • Merkmale: Anstrengendes Sprechen, telegrammartiger Satzbau, Störung der Wortfindung, Lautfehler, kurze Sätze.
  • Beispiel: „Kaffee ... trinken ... gut.“ (statt: „Ich möchte gerne einen Kaffee trinken.“)
  • Beispiel: „Mann ... Hund ... beißen.“ (statt: „Der Mann wurde vom Hund gebissen.“)

2. Wernicke-Aphasie (Sensorische Aphasie)

  • Merkmale: Flüssiges Sprechen, aber inhaltlich falsche Wörter (Paraphasien) oder erfundene Wörter (Neologismen), gestörtes Sprachverständnis.
  • Beispiel: „Ich bin gestern zum Plumper gelaufen und habe einen Baum gefressen.“ (Satz ist grammatikalisch korrekt, aber inhaltlich sinnlos/vertauscht)
  • Beispiel: „Das ist mein... Dings... der... Talo...“ (Neologismen)

3. Globale Aphasie (Schwerste Form)

  • Merkmale: Kaum Sprechproduktion, oft nur Ein-Wort-Sätze, Floskeln oder automatisierte Äußerungen, schweres Verständnis.
  • Beispiel: „Ja, ja...“ oder „Mama, Mama...“ (auf alle Fragen hin)
  • Beispiel: „Wauwau ...“ (bei einem Bild von einem Hund)

4. Amnestische Aphasie (Leichte Form)

  • Merkmale: Wortfindungsstörungen, Umschreibungen, Satzabbrüche.
  • Beispiel: „Ich möchte mir... na, wie heißt das... dieses Dings für die... zum Schreiben.“ (statt: „Ich brauche einen Stift.“)

Zusammenfassende Symptome der Spontansprache: 

  • Satzabbrüche: „Ich gehe... nein, lieber nicht.
  • Umschreibungen: „Das Ding mit den Flügeln“ (für Flugzeug)

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Sprechapraxie

Die Sprechapraxie ist eine neurogene Sprechstörung, bei der die Planung und Programmierung von Sprechbewegungen (Artikulation) gestört ist. Betroffene wissen, was sie sagen wollen, aber das Gehirn kann die motorischen Befehle für Zunge, Lippen und Kiefer nicht korrekt umsetzen. Typisch sind Artikulationsfehler, Suchbewegungen, veränderte Sprechmelodie (Prosodie) und hohe Sprechanstrengung. Sie tritt oft zusammen mit einer Aphasie (Sprachstörung) oder Dysarthrie auf.

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Dysarthrie

Dysarthrie ist in der Logopädie eine motorisch bedingte Sprechstörung, bei der durch neurologische Schädigungen die Kontrolle von Atmung, Stimme und Artikulation beeinträchtigt ist und dadurch die Verständlichkeit des Sprechens leidet.

 

Beispiel:

Der Frau von Herrn P. Fällt auf, dass das Sprechen ihres Mannes immer langsamer, leiser und stockender wird. Es stellt sich heraus das Herr P. an M. Parkinson erkrankt ist.

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Dysphagie

Dysphagie ist der medizinische Fachbegriff für eine Schluckstörung, die den Transport von Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel von der Mundhöhle bis in den Magen beeinträchtigt. Grund hierfür sind meist neurologische Erkrankungen oder anatomische Veränderungen.

 

Beispiele für Anzeichen einer Schluckstörung (Dysphagie):

  • Husten/Würgen: Häufiges Verschlucken oder Husten während oder direkt nach dem Schlucken.
  • «Kloß im Hals»: Das Gefühl, dass feste Nahrung (z. B. Brot, Fleisch) oder Tabletten stecken bleiben.
  • Flüssigkeitsprobleme: Probleme beim Trinken, wobei Flüssigkeit manchmal aus dem Mund oder der Nase läuft.
  • Stimme: Eine gurgelnde, „nasse“ oder heisere Stimme nach dem Schlucken.
  • Verhalten: Lange Dauer der Mahlzeiten, verzögertes Schlucken, vermehrtes Räuspern, Vermeidung bestimmter Konsistenzen oder Angst vor dem Verschlucken.
  • Körperliche Anzeichen: Ungewollte Gewichtsabnahme oder verbliebene Speisereste im Mundraum.

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Stimmtherapie

In der Logopädie beschäftigt sich der Bereich Stimme mit der Diagnostik und Therapie von funktionalen und organischen Stimmstörungen (z. B. Heiserkeit oder Fehlbelastung, Stimmlippenlähmung, Stimmlippenknötchen etc), um eine gesunde, belastbare und klangvolle Stimme wiederherzustellen oder zu verbessern.

 

Beispiele:

 

Herr B. ist Lehrer - Nach 6 Stunden Unterricht bin ich heiser und kann kaum noch sprechen.

 

Frau W. hatte eine Schilddrüsenoperation - danach ist plötzlich die Stimme heiser und kaum belastbar. Es stellt sich raus, dass Sie eine Stimmlippenlähmung hat.

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Fazialisparese 

Eine Fazialisparese ist eine Gesichtslähmung, die auf Grund einer Lähmung des siebten Hirnnervs, des Nervus facialis vorliegt. Dies führt zu einer teilweisen oder vollständigen Bewegungsunfähigkeit der mimischen Gesichtsmuskulatur, meist auf einer Seite.

 

Definition und Symptome

Die Fazialisparese ist durch herabhängende Mundwinkel, inkompletten Lidschluss (Auge schließt nicht vollständig) und Unfähigkeit, die Stirn zu runzeln, gekennzeichnet. Sie kann plötzlich auftreten.

 

Hauptformen der Fazialisparese

 

Periphere Fazialisparese:

Definition: Der Nerv ist auf seinem Weg vom Gehirnstamm zur Muskulatur geschädigt.

Merkmale: Die gesamte Gesichtshälfte (Stirn und Mund) ist betroffen.

 

Idiopathische Fazialisparese (Bell’sche Lähmung):

Die häufigste Form, bei der die Ursache unklar ist, oft verbunden mit einer Nervenschwellung.

 

Symptomatische periphere Parese:

Verursacht durch äußere Faktoren wie Borreliose, Gürtelrose (Zoster oticus), Mittelohrentzündung oder Tumore.

 

Zentrale Fazialisparese:

Definition: Die Schädigung liegt im Gehirn, oberhalb des Facialis-Kerns (z. B. durch einen Schlaganfall).

Merkmale: Nur die untere Gesichtshälfte ist betroffen, die Stirn kann meist noch gerunzelt werden.

 

Weitere Unterteilungen:

 

Komplette vs. Inkomplette Parese: Gibt an, ob der Nerv vollständig oder nur teilweise funktionslos ist.

 

Einseitige vs. Doppelseitige (bilaterale) Parese: Meist ist nur eine Seite betroffen, in seltenen Fällen beide.

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Neurologische Erkrankungen

Neurodegenerative Erkrankungen (wie Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose, ALS,...) führen zu einem schleichenden Verlust von Nervenzellen, was Symptome wie kognitiven Verfall (Gedächtnisverlust), motorische Störungen (Zittern, Steifheit, Gangstörungen), Sprach-/Schluckbeschwerden und Verhaltensänderungen verursacht. Diese Krankheiten sind meist fortschreitend und führen im fortgeschrittenen Stadium meist zu deutlichen Beeinträchtigungen im Alltag und zum Verlust der Selbstständigkeit.

 

Die Symptome, als auch die entsprechende Therapie erfolgen je nach Auffälligkeiten.

 

(frei nach - dbl-ev und DocCheck)

Kinder und Erwachsene

Die Logopädie behandelt Menschen jeden Alters mit Sprachstörungen, Sprechstörungen, Stimmstörungen, Hörstörungen und Schluckstörungen, die organisch oder funktionell verursacht werden. Dies umfasst Diagnose, Therapie (z.B. bei Stottern, Lispeln, Sprachverlust nach Schlaganfall, Stimmlippenlähmungen etc.) und Prävention, oft in enger Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Therapeuten. Ziel ist es die Kommunikationsfähigkeit und Lebensqualität zu verbessern.

(frei nach - dbl-ev und DocCheck)

Einsatzmöglichkeiten

In der Logopädie bieten wir Ihnen die 

Diagnostik und Behandlung folgender

Fachbereiche an: 

  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Myofunktionelle Störungen
  • Redeflussstörungen (wie z.B. Poltern oder Stottern)
  • Hörstörungen/ Sprachauffälligkeiten aufgrund vorhandener Hörbeeinträchtigungen (z.B. bei Paukenerguss, CI)
  • Autismustherapie
  • Mutismustherapie
  • LRS-Therapie
  • Aphasie
  • Sprechapraxie
  • Dysarthrie
  • Dysphagie
  • Stimmtherapie
  • Fazialisparesen
  • Neurologische Erkrankungen (wie z.B. Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, ...)